Internat Haus 3

Erneuerung der Wohn- und Gemeinschaftsräume in einem denkmalgeschützten 2-geschossigen Baukörper; Einbau von Einzelbädern, Energetische Massnahmen an der Gebäudehülle

Grundriss EG (PDF)

Grundriss OG (PDF)

Schnitte (PDF)

Ansichten (PDF)

 

Galerieflur im Obergeschoss, Blickrichtung Haupttreppe; rauchdichte Brüstungsverglasung

Umbau und Sanierung des Internatsgebäudes Haus 3, Gymnasium Insel Scharfenberg

Im Rahmen der Erweiterung zu einem 3-zügigen Gymnasium erfolgte die Sanierung des Internatsgebäudes Haus 3.

Das Internatsgebäude erhielt einen zeitgemäßen Ausstattungsstandard. In der Regel wurden 2-Bettzimmer mit einem dazugehörigen Duschbad eingerichtet. Außerdem erhielt das Gebäude eine Betreuer-Wohnung mit 2 Zimmern, Duschbad und Küche sowie einen separaten Raum für Betreuer mit eigenem Duschbad. Die Eingangshalle (OG: Luftraum) wird als Gemeinschaftsraum mit Küche genutzt. Weiterhin wurden im EG ein Raum für Waschmaschine/Wäschetrockner und Putzmittel, ein Raum für Gastherme und Warmwasserspeicher sowie ein behindertengerechtes Gäste-WC vorgesehen.

Lage

Das Internatsgebäude befindet sich auf der Insel Scharfenberg. Als eine von sieben Inseln, im Tegeler See gelegen, ist sie Teil des Landschaftsschutzgebietes „Inseln im Tegeler See“. Mehrere Gebäude auf der Insel sind in der Denkmalliste Berlin als Einzeldenkmäler aufgeführt, darunter auch sämtliche 7 Internatshäuser. Die Internatsgebäude wurden 1956-57 von der Architektin Nina Kessler erbaut. Die Gesamtanlage steht unter Ensembleschutz.

Nutzer der Gebäude ist das Gymnasium Insel Scharfenberg.

Konstruktion des Bestandsgebäudes

Die Gebäude sind als 2-geschossige Mauerwerksbauten mit Stahlbeton-Rippendecken konzipiert. Die Dachdecke ist als flach geneigtes Pultdach (Warmdach) mit einem umlaufenden ca. 1,0m breiten Dachüberstand ausgebildet; die Dacheindeckung besteht aus Bitumen-Abdichtungsbahnen. Die Gebäude sind voll mit einem Kriechkeller unterkellert. Die Fenster sind als Kastendoppelfenster ausgeführt, in den WC-Räumen wurden sie durch Isolierglasfenster ersetzt. Die Einfachverglasung der 2-geschossigen Stahl-Glas-Fassade wurde ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt durch Isolierglasscheiben ersetzt.

Durchgeführte Sanierungsmassnahmen

  • Dämmung der Außenwände mit einem 12cm starken Wärmedämm-Verbundsystem, einschl. Dämmung der Unterseiten des Dachüberstands sowie der Seitenwände des Eingangsbereichs mit einem 6cm starken WDVS.
  • Dämmung des Sockelbereich mit einer 8cm starken Perimeterdämmung
  • Die Oberflächenbeschichtung wird dem vorhandenen Strukturputz nachempfunden
  • Sanierung der vorh. Dacheindeckung und Dachrandabschlüsse
  • Einbau einer Wärmedämmung unter der Dachdecke
  • Austausch der abgehängten Decken, in der Halle Akustikdecke
  • Einbau einer Kellerdeckendämmung
  • Schaffung eines 2. Rettungswegs in Verlängerung der Galerie im OG über eine aussenliegende Stahlspindeltreppe
  • „Rauchdichte“ Absturzsicherung mit einer Konstruktion aus innen vorgesetzten rahmenlosen Glasscheiben (VSG)
  • Einbau einer Fluchttür in der Aussenwand (2. Rettungsweg)
  • Einbau zweier Rauchabzugskuppeln über der Galerie in der Halle
  • Einbau eines neuen Fenster im Raum 12
  • Grundrissänderungen: Rückbau der Wasch-/WC-Räume Schliessen von Mauerwerksöffnungen Einbau von Leichten Trennwänden
  • Austausch der 2-geschossigen Stahl-Glas-Fassade durch eine Pfosten/Riegel-Konstruktion mit gedämmten Stahlprofilen und Isolierverglasung
  • Austausch des Windfangs (Stahl-Glas) durch eine Pfosten/Riegel-Konstruktion mit gedämmten Stahlprofilen und Isolierverglasung
  • Ausbau der später eingebauten Empore in der Eingangshalle
  • Austausch des vorh. Fussboden-Belags, Linoleum in der Halle, den Fluren sowie auf der Galerie und in den Zimmern im EG
  • Verbesserung des Schallschutzes durch Einbau von textilen Bodenbelägen in den Zimmern im OG
  • Austausch der Kastendoppelfenster durch Einfachfenster mit Isolierverglasung bei gleicher Flügelaufteilung
  • Tischler- und malermässige Überarbeitung der vorh. Türen
  • Malermässige Erneuerung der Wand- und Deckenflächen
  • Einbau von Fenstervorhängen als Sicht- und Blendschutz
  • Erneuerung Haustechnik

Ausstattung

Im Zuge der Sanierung des Gebäudes erhielten sämtliche Räume neues Mobiliar. Zudem wurde für das Gebäude ein neues Beleuchtungskonzept vorgesehen.

Auftraggeber

Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung; vertreten durch: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung